Feuerwehr Westersode

1901: Anfang des neuen Jahrhunderts wurde über den Standort eines neuen Spritzenhauses beraten. Es standen zwei Bauplätze zur Auswahl. Einer von Gebr. Siebern zu einem Quadratmeterpreis von 1,50 Mark, der andere von der Gemeinde Westersode, beim Sandpol gelegen. Die Kommission entschied sich für den Sandpol.
Am 03. November 1901 wurde darüber abgestimmt, ob der erste Feuerwehrball bei A. Albers auf der Herrlichkeit oder bei Adolf Mangels gefeiert werden sollte. Die Entscheidung fiel mit neun zu acht Stimmen für A. Mangels. Die Musik wurde J. Söhl übertragen. Es sollte Flügelmusik sein. Der Eintritt wurde auf 50 Pfennig festgesetzt.
In den folgenden Jahren wurden Kränzchen und der Feuerwehrball mit einem Theaterstück veranstaltet.
1901 und 1902 wurde einige Male einstimmig beschlossen, sich mit der neu gegründeten Freiwilligen Feuerwehr Hemmoor zu vereinen. Zum Zusammenschluss kam es jedoch nicht.

1902: In diesem Jahre nahm die Westersoder Wehr zum ersten Mal an einem Kreisfeuerwehrfest teil. Es fand in Altenbruch statt. Die Wehrmänner fuhren mit der Eisenbahn dorthin. Das Fahrgeld wurde ihnen erstattet. Die Spritze wurde mit Pferden zum Wettkampfort gezogen.

1907: Die Freiwillige Feuerwehr Westersode schloss sich dem Kreisfeuerwehrverband an.

1909: Das Kreisfeuerwehrfest fand zum ersten Male in Westersode statt.

1910: Da den Westersodern die Wettkämpfe anscheinend gut gefielen, wurde das Unterelbische Bezirksfest ebenfalls in Westersode gefeiert.

1925: Das erste Alarmhorn wurde angeschafft. Nach ihren Einsätzen erhielten die Wehrmänner kostenlose Erfrischungsgetränke.
Wer bei einer Versammlung oder Übung fehlte, musste 25 Pfennig Strafe zahlen. Nur Krankheit oder Schichtarbeit galten als Entschuldigung.

1926: Der erste Hydrant wurde an der Ecke Dorfstraße/Hinterfeldstraße bei Herbert Peper in Betrieb genommen.

1934: Anfang des Jahres wurde ein Anhänger mit der ersten Motorspritze beschafft. Das Kommando wurde aufgelöst und durch den Führerrat ersetzt.
Bis zum Ende des 2. Weltkrieges musste die Wehr selbst alle Ausrüstungsgegenstände beschaffen, erst dann übernahm die Gemeinde wieder die Kosten.
Dem Brandmeister Hinrich Söhl wurde in Anbetracht seiner Verdienste um das Feuerwehr-Löschwesen der Brandmeisterdolch verliehen.
Das von Kamerad Mangels zur Verfügung gestellte Gerätehaus wurde zur Unterbringung der neuen Motorspritze in einen ordnungsgemäßen Zustand versetzt.

1949: Am 11. April 1949 wurde beim Gemeinderat der Antrag gestellt, dass der Feuerwehrdienst auf Hand- und Spanndienst angerechnet werden sollte.